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BPA (Bisphenol A) Hintergrundinformationen

Auf unseren Seiten befassen wir uns mit Dampfgarern, die ohne Weichmacher, die den Stoff Bisphenol A enthalten, auskommen. Wir wollen Ihnen hier einen kurzen Überblick geben, was Bisphenol A ist, wie es wirkt und worauf man achten sollte.

Geschichte des Bisphenol A

Bisphenol A (kurz BPA) war früher unter der Bezeichnung Dibenzolhydroxolpropan bekannt. Laut Wikipedia wurde BPA im Jahre 1891 erstmals durch den russischen Chemiker Alexander Dianin synthetisiert und in den 1930er Jahren durch die britischen Biochemiker Edward Charles Dodds und Wilfrid Lawson als Östrogen-Ersatz verwendet. Dies jedoch nur kurzzeitig, da bereits kurze Zeit später bessere (wirkungsvollere) synthetische Östrogene gefunden wurden.

Verwendung von BPA

Bisphenol A dient heute vor allem zur Herstellung von Kunststoffen, wobei es verschiedene Anwendungsgebiete gibt. Einerseits ist es der Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe (Polyester, Polysulfone und andere), andererseits wird BPA als Antioxidans in Weichmachern verwendet.

Viele Kunststoffe, die Weichmacher enthalten, werden heutzutage immer noch für Dinge des täglichen Lebens eingesetzt und sind gesundheitsgefährdend.

Gerade Kunststoffe, die Bisphenol A enthalten, werden heutzutage immer noch eingesetzt, um Gegenstände, die direkten Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken haben, herzustellen. Unter anderem sind dies zum Beispiel Wasserkocher, Dampfgarer, uvm. Dies ist sehr bedenklich, denn BPA kann aus diesen Produkten freigesetzt werden (insbesondere bei Hitze über 50x schneller) und möglicherweise gesundheitliche Schäden verursachen, wie auch die Stiftung Warentest warnt.

BPA und die Gesundheit

Wie auf Wikipedia genauer nachzulesen ist, scheint es verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit, vor allem bei Männern und in Tierversuchen, zu geben. Kanada hatte zum Beispiel bereits 2008 als erstes Land weltweit BPA als offiziell gesundheitsschädlich eingestuft.

Um hier auch einige der mögliche Gesundheitsrisiken aufzuzählen:

  1. Bei Männern mit hoher BPA-Konzentration konnte man eine 23% geringere Samenkonzentration und 10% mehr Erbgutschäden feststellen.
  2. Neue Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen hoher BPA-Konzentration und Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleibigkeit hin.
  3. Im Experiment mit Mäusen scheint BPA eine östrogene Wirkung zu haben.
  4. Studie über Fabrikarbeiter, die regelmäßig BPA ausgesetzt sind. Sie haben Störungen der Sexualfunktion.

(Quelle 1-4: Wikipedia)

Gesetzliche Verbote

Unter anderem aus vorgenannten Gründen hat man sich z.B. in der EU entschlossen, seit Juni 2011 Bisphenol A zumindest in Babyflaschen zu verbieten und auch in weiteren Ländern finden sich Verbote. So gibt es z.B. in Frankreich ein generelles Verbot zu BPA in Kunststoffen, die mit Lebensmitteln in Verbindung kommen.

Auf dieser Seite des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit finden sie ein PDF mit weiteren Informationen auch über Verbote in anderen Ländern zum Download.

Unser Fazit

Von Bisphenol A scheint eine gesundheitliche Gefährdung auszugehen. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sind möglicherweise besonders betroffen und wir raten, Bisphenol A so weitgehend wie möglich zu meiden. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass eine vollständige Vermeidung wohl heute eher schwierig sein wird.

Kaufen Sie daher Dampfgarer, Wasserkocher, Mixer und andere Geräte, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, am besten ohne Bisphenol A.